Betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung bedeutet für uns einerseits die Minimierung der Gesundheitsrisiken und andererseits die Förderung und Festigung von Gesundheitspotentialen zur Erhaltung der Gesundheit, Beschäftigungsfähigkeit und des Wohlbefindens im Berufsleben.

Denn nur gesunde Unternehmen mit gesunden Beschäftigten sind zukunftsfähig und leistungsstark!

Unsere Strategien und Empfehlungen beziehen sich sowohl auf die Verhaltens- als auch auf die Verhältnisebene. 

Mit dem Begriff „Verhaltensfaktoren" können all diejenigen Prozesse der Aufmerksamkeit, des Erlebens, der Informationssuche, der Handlungsintention und er Handlungsausführung zusammengefasst werden, die auf die Aufrechterhaltung der körperlichen und psychischen Unversehrtheit, die Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens und die Vermeidung von Gesundheitsstörungen und Krankheiten abzielen.“ (Hurrelmann, 2010: 23)

Mit „Verhältnisfaktoren“ sind jene Rahmenbedingungen gemeint, die gesellschaftlich bestehen. Diese haben Einfluss auf das Gesundheitshandeln, sowohl in fördernder/unterstützender Hinsicht als auch in einschränkender/hemmender Hinsicht.

Nachfolgende Tabelle veranschaulicht Beispiele für Verhaltens- und Verhältnisfaktoren auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene nach Hurrelmann (2010: 22). Nachfolgend finden Sie einige Beispiele bezogen auf die Arbeitswelt: 

VERHALTENSFAKTOREN

  • Essgewohnheiten
  • Körperliche Aktivitäten
  • Spannungsregulation
  • Hygieneverhalten
  • Selbstvertrauen
  • Selbstwirksamkeitsüberzeugung
  • Bewältigungskompetenzen
  • Vorsorgeverhalten

VERHÄLTNISFAKTOREN

  • Sozioökonomischer Status
  • Bildungsangebote
  • Wirtschaftliche Verhältnisse
  • Arbeitsbedingungen
  • Migrationsstatus
  • Infrastruktur, Qualität der Versorgung
  • Hygienebedingungen
  • Freizeitmöglichkeiten

Die „Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)“ bietet anhand der Luxemburger Deklaration (1997) den Rahmen, erfolgreiche Gestaltungsmöglichkeiten zur Beschäftigungsfähigkeit umzusetzen.

„Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) zielt darauf ab, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen - einschließlich arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Stress - Gesundheitspotentiale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern.“ (Auszug aus der Luxemburger Deklaration von 1997)

 

Die ÖNORM EN ISO 10075 "Ergonomische Grundlagen bezgl. psychischer Arbeitsbelastungen" basiert auf der europäischen Norm EN ISO 10075, deren Grundlage von der internationalen Normvorgabe ISO TC 159 stammt. Eine menschengerechte Arbeitsgestaltung  benötigt einheitlich definierte Standards und gemeinsame Richtlinien. Die ÖNORM EN ISO 10075 berücksichtigt aktuelle arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse. Das ASchG ist ein österreichisches Bundesgesetz für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aller Beschäftigten. Ein gezielter Arbeitsschutz soll helfen, dass Arbeitsunfälle und -risiken (z.B.: Berufskrankheiten, Folgeschäden durch Arbeitsunfall etc.)  vermieden werden. Arbeitgeber sind verpflichtet, die "für die Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmer bestehenden Gefahren zu ermitteln und zu beurteilen. Dabei sind die Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß § 7 anzuwenden. (...)" § 4 (1) ASchG. 

Beides integrieren wir im Rahmen unserer Beratung, Evaluierungsarbeit oder unseres Seminardesigns für Sie.

Gesundheit bezeichnet den Zustand des Wohlbefindens einer Personder gegeben ist, wenn diese Person sich körperlich, psychisch und sozial in Einklang mit den jeweils gegebenen inneren und äußeren Lebensbedingungen befindet. Gesundheit ist nach diesem Verständnis ein angenehmes und durchaus nicht selbstverständliches Gleichgewichtsstadium von Risiko- und Schutzfaktoren, das zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt immer erneut hier gestellt werden muss. Gelingt das Gleichgewicht, dann kann dem Leben Freude und Sinn abgewonnen werden, ist eine produktive Entfaltung der eigenen Kompetenzen und Leistungspotentiale möglich und steigt die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu integrieren und zu engagieren.“ (Hurrelmann, 2010: S. 7)

 

Gesundheit und Wohlbefinden ist für uns ein dynamischer Begriff: wie nehmen Beschäftigte Ihren Gesundheitsstatus (physisch und psychisch) im betrieblichen Umfeld wahr, welche Möglichkeiten der Einflussnahme mittels Feedback gibt es (z.B. Verbesserungsvorschläge), wie finden Reflexionsschleifen hinsichtlich Betriebsklima statt, welche Maßnahmen sind für die Gesundheitsförderung hilfreich und in der Arbeitspraxis realistisch. Der Zustand von Gesundheit und Wohlbefinden verändert sich im Laufe der Zeit, daher ist es sinnvoll, sich ständig damit zu beschäftigen und "am Ball zu bleiben."