Arbeitspsychologische Evaluierung

Gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastungen nach dem Arbeitnehmer/innenschutzgesetz (ASchG)

Das ASchG besagt, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer/innen umfassend vor Gefahren zu schützen ist. Unternehmen (ab 1 Mitarbeiter/in) sind verpflichtet, eine Evaluierung zur Ermittlung der Gefahren am Arbeitsplatz durchzuführen, die zu Fehlbeanspruchungen führen können.“

Mit der Novelle des ASchG (1. Jänner 2013) wird nun auch festgehalten, dass unter Gefahren neben physischen auch psychische Belastungen gemeint sind. Dies hat nun zum Ziel einen notwendigen Bewusstseinsbildungsprozess bei den Verantwortlichen in den Betrieben zu unterstützen und die Auseinandersetzung mit diesem Thema in den Betrieben zu intensivieren.

Sinn und Zweck ist eine humane Gestaltung von Arbeitsplätzen, d.h. die Arbeit sicherer zu machen und die Gesundheit zu schützen (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz). So können langfristige negative Folgen (z.B. chronische Erkrankungen) reduziert werden. Die gesetzliche Basis dazu bietet das ASchG (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz).  Einerseits sollen Gefährdungen und Risiken erkannt werden, um andererseits adäquate Maßnahmen zu setzen und Gefährdungen zu minimieren, im besten Fall auszuschließen. Diese Prozesse sind im Rahmen der Evaluierung systematisch abzubilden und durchzuführen (Sicherheits- und Gesundheitschutzdokumente) Maßnahmen können im Nachhinein, also kurativ, gesetzt werden (z.B. nach Betriebsunfällen) oder präventiv zur Vorbeugung bereits bekannter Gefährdungspotentialen (z.B. Lärmschutzmaßnahmen).

Grundsätzlich tragen die ArbeitgeberInnen die Verantwortung zur Einhaltung der ArbeitnehmerInnenschutzvorschriften, daher ebenso für die Durchführung der Evaluierung. Durchgeführt werden Evaluierungen von Präventivfachkräften, wie Sicherheitsfachkräfte (§§ 10, 11 ASchG; vgl. SVP-VO), ArbeitsmedizinerInnen (§§ 73 bis 77, 79 bis 87 ASchG), ebenso haben BetriebsrätInnen zu informieren und beteiligen (§§ 11, 13 ASchG; im § 92a Arbeitsverfassungsgesetz) oder sonstige Fachleute, wie zum Beispiel Toxikologen, ArbeitspsychologInnen (§ 4 AScHG Absatz 6; zur Präventionszeit und sonstige Fachleute siehe §§ 82a, 82b ASchG).

Wir erwarten, dass eine flächendeckende Evaluierung bei allen Unternehmen in den nächsten 2 bis 3 Jahren durchgeführt werden muss.

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Ihnen eine kosteneffiziente, unbürokratische, flexible und nachhaltige Variante der Evaluierung anzubieten.

Der Prozess der Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz:

WIRTSCHAFTSIMPULSE bietet eine professionelle Begleitung von Klein- und Mittelbetrieben hinsichtlich gesetzeskonformer Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz.

Die Belastungen werden mittels standardisierten und geeigneten Erhebungsinstrumenten erfasst. Aufgezählt werden können hier z.B.: schriftliche Befragung, moderierte Gruppen-, Einzel- oder Beobachtungsinterviews. Ebenso kann Einsicht in die Fehlzeiten- und Fluktuationsstatistik genommen werden oder Betriebsbesichtigungen stattfinden. Diese Verfahren ermöglichen eine qualitätsgesicherte Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen.

Im Anschluss erfolgt eine Analyse der konkret negativ belastenden Arbeitsbedingungen, um dann kollektiv wirksame Maßnahmen ableiten zu können.

Wenn die Maßnahmen abgeleitet und deren Wirksamkeit überprüft wurde, kann eine Dokumentation über die ermittelten und beurteilten Belastungen erstellt werden, welche dann im Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Dokument festzuhalten sind.

Auf folgende vier Themenbereiche bezieht sich die Arbeitsplatzevaluierung, keinesfalls werden personenbezogene Fragen hinsichtlich Persönlichkeitsmerkmale oder individuellem Gesundheitsstatus erhoben: 

  1. Aufgabenanforderungen und Tätigkeiten (z.B.: körperliche und geistige Belastungen)
  2. Organisationsklima (z.B.: mangelhafte Zusammenarbeit, Informationsmängel)
  3. Arbeitsumgebung (z.B.: klimatische und akustische Belastungen)
  4. Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation (z.B.: Störungen/Unterbrechungen, ungenügend gestalterische Arbeitsprozesse)

Unsere Arbeitspsychologin Mag.Elke Gschwandtner bzw. unsere psychosoziale Fachkraft Konsulent Andreas Roßgatterer unterstützen Sie gerne bei der verpflichtenden Evaluation. Die Verbesserung der Arbeitsorganisation, Optimierung der Arbeitsumgebung und der Arbeitszeitgestaltung, ausgewogene Informationsweitergabe und gelebte Wertschätzung und Anerkennung sind für alle ein Gewinn – für Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen.

Richtpreise für die Evaluierung 2018

Betrieb bis 15 Mitarbeiter/innen ca. € 690,-                                                                                           

Betrieb bis 30 Mitarbeiter/innen ca. € 1.590,-                                                                                        

Betrieb bis 50 Mitarbeiter/innen ca. € 2.290,-                                                                                          

Betrieb bis 100 Mitarbeiter/innen ca. € 2.990,-                                                                                       

Betrieb bis 150 Mitarbeiter/innen ca. € 5.490,-                                                                                    

Betrieb bis 250 Mitarbeiter/innen ca. € 6.990,-                                                                                     

Die Richtpreise verstehen sich exkl. USt.                                                                                               

Kontakt:                   

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